Fiktionale Inzidenzforschung (FIR)
Die Fiktionale Inzidenzforschung begann als randständiges Interesse an unheimlichen Zufällen zwischen Geschichten und späteren Ereignissen. Mit der Zeit entwickelte sie sich zu einer systematischen Untersuchung von Korrelationen zwischen realen Vorkommnissen und narrativen Prototypen.
FIR-Forscher katalogisieren Vorfälle, bei denen die Wirklichkeit scheinbar fiktionale Muster nachvollzieht: von Handlungslinien, die sich in politischen Ereignissen spiegeln, über Figuren, die ins Leben zu treten scheinen, bis hin zu Motiven, die sich im Marktverhalten niederschlagen. Durch den Vergleich von Zeitlinien, Netzstrukturen und statistischen Wahrscheinlichkeiten fragen sie, ob diese Übereinstimmungen lediglich kognitive Verzerrungen sind oder Hinweise auf narrative Induktion.
Das Feld ist von Natur aus kollaborativ. Anfangs waren die Bemühungen improvisiert, später wurden sie von Sam T., Laura und Mara Kemper, Pete Hagar, Viola Matchings und Mitwirkenden unter Pseudonymen wie HaleGold systematisiert. Randgruppen haben Verbindungen zu kryptographischen Communities wie den frühen Bitcoin-Entwicklern spekuliert, doch solche Behauptungen bleiben umstritten. FIR steht an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft, Datenanalyse und kultureller Forensik.
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