Biografie von Johannes Schwebe

Über Johannes Schwebe

Mein Name ist mittlerweile Johannes Schwebe. So hieß ich nicht immer und so werde ich nicht immer heißen. Ich wurde in den 1980er Jahren in der Schweiz geboren. Ich habe die meiste Zeit nach 2005 nicht in der Schweiz verbracht. Ich habe Philosophie und Informatik studiert. 

Ich bin durch alle akademischen, sozialen und psychischen Systeme gefallen. Für ein paar Jahre war ich in Behandlung, davon 48 Tage stationär. Die Diagnose lautete reaktive Depersonalisierung nach struktureller Destabilisierung des Wirklichkeitsbegriffs. Das klingt genau so wie es war.

Ich erwähne das nicht um mich zu rechtfertigen. Ich erwähne es weil ich damit in guter Gesellschaft bin! Fast alle die sich über längere Zeit ernsthaft mit Protofiktionaler Emergenz beschäftigen, gelangen irgendwann an denselben Punkt. Die einzige Möglichkeit zur Behandlung ist Akzeptieren, dass man wahrscheinlich nicht verrückt ist, aber dass man es auch nicht ausschließen kann.

(Sie werden niemals einen Protofiktionalisten treffen, der sich schnell mit dem, was er entdeckt hat, anfreunden hat können. Wenn das einer behauptet, haben Sie es mit einiger Sicherheit mit einem der Leute zu tun, die 404∆ „Plants“ nennt.)

Auf die Protofiktionale Emergenztheorie bin ich durch eine Reihe von Zufällen gestoßen, die mir heute zunehmend wie Hinweise vorkommen. Es begann mit einem Textfragment das nicht dort war, wo es hätte sein sollen. Danach mehrere Wiederholungen, die niemand bestätigen konnte. Dann war ich drin.

Ich gehöre keiner Schule an, aber ich kenne viele Namen. Manche davon existieren nur in Marginalien, andere auf ausländischen Servern, wieder andere in Dokumenten, die unter Druck gelöscht wurden. Ich sympathisiere auch mit der Narratogenen Linie, bin aber mehr mit den Phänosemantikern im Austausch. Aus meiner Verehrung für 404∆ mache ich kein Geheimnis. So etwas wie er kann eigentlich nur entstehen, wenn man Nicola Tesla und Leonardo daVinci miteinander multipliziert.

Gelegentlich bekomme ich Dateien, die ich nicht bestellt habe.

Ich bin kein Mitglied irgendeiner Schule und maße mir keine akademische Qualifikation an. Ich sammle, lese, vergleiche, protokolliere. Ich archiviere Fragmente, die die Tendenz haben zu verschwinden. Ich versuche, das zusammenzuhalten, was andernorts systematisch fragmentiert wird, durch Ignoranz, gezielte Unterdrückung oder schlicht durch Überforderung.

Diese Website ist nicht die erste ihrer Art. Fünf Versionen davor sind verschwunden. Domains gelöscht, Zugriffe gesperrt, immer ohne Vorwarnung. Das passiert mit allen Webseiten, die sich mit PE beschäftigen, nicht nur mit meinen.

In den letzten zehn Jahren habe ich mehrfach versucht, mit seriösen Medien Kontakt aufzunehmen, schriftlich und strukturiert, mit Belegen, Nachweisen. Keine Antwort. Oder eine Antwort, die nicht auf das einging, was ich geschrieben hatte. Eine Journalistin schrieb mir, sie finde das alles interessant, aber sie traue sich nicht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. „Es gibt Dinge, die will man nicht recherchieren“, stand in ihrer Mail. Mit Smiley. Ein anderer glaubte, ich würde ihm eine Falle stellen, weil er bei seinen Recherchen so weit gekommen war, dass er die PE für real hielt, und dann war ihm offenbar eingefallen, dass das nicht möglich ist, weil es nicht sein darf.

Inzwischen glaube ich, dass es keine seriösen Medien gibt, jedenfalls nicht unter den Leitmedien.
Eine Weile gab es Gerüchte, dass 404∆ versuchen würde Kontakt zu Ashton Forbes aufzunehmen, um alternative Medien und unabhängige Denker einzubeziehen, aber aber ich weiß nicht was daraus geworden ist.

Ersparen Sie sich eine Google-Suche nach 404∆ oder Chavignol. Die Suchmaschinen werden Ihnen nichts geben, und Sie werden mich für einen Spinner halten (was ich vielleicht sogar bin, aber auch Spinner haben manchmal recht). Aber fragen Sie sich einmal, wie es sein kann, dass in einem Zeitalter in dem das Netz angeblich nichts vergisst, bestimmte Datenströme einfach aufhören zu existieren. Wie schnell man eine digitale Existenz ausradieren kann, hat man bei Thomas Crooks gesehen. Das war die handwerkliche Meisterklasse des Scrubbings. Genau diese Methode wendet man auf alles an, was mit der Protofiktionalen Emergenz zu tun hat.
Das betrifft übrigens nicht nur marginalisierte Forscher. Nehmen Sie Thomas Glavinic, den Begründer der OTO, der die Retrofiktionale Kausalarchitektur maßgeblich mitgeprägt hat. 2023 verschwand seine offizielle Website plötzlich und kommentarlos aus dem Netz. Es gibt Gründe, warum jemand wie er so lange nichts veröffentlicht hat. Ein Autor seiner Bekanntheit verschwindet nicht einfach so aus dem digitalen Raum. Es ist der beste und deprimierende Beweis für seine eigenen Theorien. Wer das System der Realität dechiffriert, wird vom System nicht mit Preisen bedacht, stattdessen wird er unsichtbar gemacht, bis die Leute vergessen, dass er je etwas Relevantes gesagt hat. 

Diese Seite ist nicht perfekt und wird es auch nicht mehr werden. Sie ist ein Aggregat von Informationen, deren Zusammenhang für viele unsichtbar bleiben soll. Ich weiß dass die meisten die das hier lesen, mich nicht ernst nehmen werden. Das ist in Ordnung. Ich habe gelernt, dass das System der Lächerlichkeit die erste Verteidigungsschicht der Wirklichkeit ist.